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Die technischen Ausdrücke

Jedes Handwerk, jede Kunst bedient sich gewisser technischer Ausdrücke, die im gewöhnlichen Leben weniger bekannt sind. Es dürfte zweckmäßig sein, die technischen Ausdrücke der Feuerwerkerei dem Buche vorrauszuschicken, auch auf die Gefahr hin, daß einige Wiederhohlungen mit unterlaufen. Der Verfasser hat es seiner Zeit, als er selbst zu feuerwerken anfing, als Mißstand empfunden, daß die von Feuerwerkern geschriebenen Handbücher manches als selbstverständlich vorraussetzen, was es als Lage der Sache für den Laien nicht sein kann. Wer die aufzuzählenden Ausdrücke schon kennt, der mag die paar folgenden Seiten überschlagen; dafür werden Andere für die Zusammenstellung dankbar sein. Außer den im Buche selbst benutzten Ausdrücken sind auch solche aufgenommen, die anderweitig üblich sind und zum Teil aus früheren Zeiten der Feuerwerkerei stammen.


Abbrennplatz, der Ort, an welchem die verschiedenen Feuerwerkskörper aufgebaut und später auch abgebrannt werden. Er sollte für das Publikum günstig gelegen sein, wobei je nach Effekten ein Sicherheitsabstand von 30 bis 250 Meter zum Publikum einzuhalten ist. Generell muß das Einverständnis des Grundstückeigentümers vorliegen.
Allee, eine nach dem Beschauer laufende Doppelreihe senkrecht stehender, gleichzeitig abbrennender Funkenfeuerhülsen, römischer Lichter oder Körnerwerfer.
Anfeuerung, ein Brei aus Pulvermehl und Wasser oder Alkohol, der in die Hülsenmündung fertiger Feuerwerksstücke gestrichen wird, leicht Feuer fängt und das selbe auf das Innere überträgt.
Artischocke, veralteter Ausdruck für Tafelrakete.
Ausstoß, das zum Fortschleudern der Wurffeuer bestimmte Schießpulver in Mörsern, Feuerfässern u. s. w.


Balkenrad, ein Drehfeuer, dessen Treibhülsen und Garnierungen auf einer Latte befestigt sind, die sich um ihre Mitte in senkrechter Ebene dreht.
Baum, feststehendes Funkenfeuerstück, dessen Hülsen auf einem Lattengestell derart befestigt sind, daß es brennend einem Stamme mit seitlichen Aesten ähnlich sieht.
Bengalische Flammen, farbige Flammenfeuersätze, die lose aufgeschüttet oder in dünne Hülsen von Papier oder Stanniol gestopft, abbrennen.
Bienenschwarm, ein Feuerwerksstück, das nacheinander eine Anzahl von Schwärmern einzeln in die Höhe wirft. Genauer: ein großer Körnerwerfer, um dessen senkrecht stehende Hülse kleinere Hülsen verschieden hoch angeordnet sind. Sie sind durch Feuerleitröhren mit dem Inneren des Körnerwerfers verbunden, enthalten je einen Schwärmer und das nötige Ausstoßpulver. Der Schwärmer wird ausgeworfen, sobald das Feuer im Körnerwerfer bis zum betreffenden Leitröhrchen abgebrannt ist.
Blätterrose, mit Zwittersatz (Mittelding zwischen Funken- und Fammenfeuer) geladener Umläufer.
Blumenstrauß, siehe: Körnerfontäne.
Bombe, ein kugelförmiges oder cylindrisches, mit Zeitzünder versehenes Feuerwerksstück, welches aus einem Mörser in die Luft geschossen wird, dort platzt und Schwärmer, Leuchtkugeln oder andere Garnierungen ausstreut.Brander, die mit Funkenfeuersatz massiv geladene Hülse, zur Bildung stehender und beweglicher Feuerwerksstücke dienend. Auch Fontäne oder Fontänenbrander geheissen. Gewöhnlich mit Schlag versehen und zu Schluss des Feuers platzend.Brenner,in Feuerwerkssätzen derjenige Stoff, der die richtige Verbrennung ermöglicht, Schwefel, Kohle, Schellack u.s.w. Der Brenner ist für den Satz dasjenige, was der Docht für eine Kerze ist.
Billantfeuer, besonders schönes Funkenfeuer, zum Unterschied vom gewöhlichen. Die betreffenden Bestandteile des Brillantfeuersatzes sind Stahl- oder Gusseisenfeilspäne u.s.w. Heute wird häufig Aluminium- und Titan-Späne zur Funkenerzeugung verwendet.
 

Caduceus, siehe: Hermesstab.
Caprice, siehe: Schnurre.
Cascade, siehe: Wasserfall.
Chevalet, siehe: Parallelraketen.
Chinesisches Feuer, eine Art Brillantfeuer. Zerstossenes Gusseisen erzeugt gelbe, blumenartige Funken.
Communikation, siehe: Leitfeuer.
Cylinderflammen, in Hülsen abbrennendes bengalisches Feuer. zurück
 

Dekorationsfeuer, feststehende, durch Muster und Linienführung wirkende Brander- oder Lichterzusammenstellungen.
Delphin, Wasserfeuerwerksstück; siehe: Knierakete
Detonation, die mit Knall vor sich gehende Verpuffung.
Doppelmarquisen, Raketen von 22 mm Kaliber. Veraltete Bezeichnung.
Doppelrad, Zwei voreinander auf die nämliche Achse gesteckte Feuerräder bewegen sich gleichzeitig in entgegengesetzter Richtung.
Doppelraketen, zwei an dem nämlichen Stab befestigte, miteinander abbrenende Raketen.
Doppelsatz, Mittelding zwischen Funken- und Flammensatz.
Doppelschraubenraketen, Wie die Doppelraketen; aber die Hülsen sind auf Höhe der Zehrung nach entgegengesetzten Seiten durchlocht, was eine Drehbewegung und schraubenförmige Feuerstrahlen hervorbringt.
Dorn, Die Raketen werden nicht massiv, sondern hohl geladen, mit konisch verjüngter "Seele". Um diesen Hohlraum zu bilden, hat die Eichel des beim Laden benutzten eisernen Untersatzes einen nagelartigen Fortsatz, den Dorn.
Drache, siehe: Schnurfeuer.
Drehbrunnen, Wasserfälle und Springbrunnen mit Drehbewegung um die senkrechte Achse; laufende Cascaden.
Doppelcascade, Doppelter, gegenläufiger Springbrunnen (Drehbrunnen).
Drehfeuer, alle sich drehenden Feuerwerksstücke, insbesondere die Feuerräder und Umläufer.
Drehraketen, siehe: Schraubenraketen, Doppelschraubenraketen und Hermesstäbe.
Drehstern, Fixstern mit Drehbewegung um seine Achse.
Dreiflügel, Feuerräder mit drei unter gleichem Winkelabstand an der Nabe befestigten Latten.
 

Ehrenraketen, ältere Bezeichnung für alle Raketen von über 22 mm Kaliber. Enten,Wasserfeuerwerksstücke, schwimmende Lichter.
Etagenraketen, Einer großen Rakete wird eine kleine aufgesteckt, die zu steigen beginnt, wenn die erstere ausgebrannt ist.
 

Fächer, radial im Halbkreis angeordnete Brander, ein fächerförmiges Feuer gebend. Eine halbe Sonne aus 5, 7, oder 9 Brandern.
Fallschirmrakete, Ein rundes, in der Mitte durchlochtes Stück Taffet trägt an 6 Schnüren eine Holzscheibe, auf deren unterer Seite eine kurze Cylinderflamme angebracht ist. Das ganze wird im Hut einer großen Rakete untergebracht. Ist diese ausgebrannt, so stößt sie den Fallschirm aus und entzündet die bengalische Flamme, welche von dem sich ausbreitenden Taffetstück getragen, langsam durch die Luft herabsinkt.
Farbenfunkenrad, ein mit Körnerwerfern besetztes Feuerrad.
Fauler Satz, Ein langsam brennendes Gemenge. Im Gegensatz zu einem raschen Satz.
Feuer, allgemeiner Ausdruck zur Bildung von Sammelbegriffen, wie Funkenfeuer, Farbenfeuer, Treibfeuer, Steigfeuer, erstes, zweites Feuer u.s.w.
Feuerknäuel, ein Horizontal-Drehfeuer mit in der Mitte drehbar befestigtem Umläufer, dessen Feuer eigenartige Schleifen beschreibt.
Feuerrad, drehendes Feuerwerksstück wie das Scheibenrad, Speichenrad, Ringrad und das Balkenrad.
Feuerradrakete, siehe: Tafelrakete.
Feuertöpfe,cylindrische Feuerwerksstücke, gewissermaßen Mörser aus Papier oder Pappe, die mit Schwärmern, Leuchtkugeln, Fröschen u.s.w. geladen werden und diese Garnituren emporschleudern, sobald die in der Mitte angebrachte Zünderhülse ausgebrannt ist. Als solche dient häufig ein römisches Licht.
Feuerwerksbund (n. Websky, "Lustfeuerwerkskunst"), Es bedienen sich die Feuerwerker eines besonderen Knotens oder vielmehr einer besonderen Schlinge, mit der alles zu Bindende gebunden wird, welche bequem ist und den Bindfaden spart. Dieser Knoten, auch doppelter Feuerwerksbund genannt besteht aus zwei eigenartig über einander gelegten Schlingen
Fixstern, eine oben und unten geschlossene, im Umfang mit gleichmäßig verteilten Brandlöchern versehene Funkenfeuerhülse, die brennend einen mehrstrahligen Stern erzeugt. Oder: mehrere Hülsen werden in regelmäßiger Anordnung der Länge nach miteinander verleimt, wobei jede Hülse nur ein seitliches, nach außen gerichtetes Brandloch erhält. Die Wirkung ist in beiden Fällen ähnlich, im letzteren jedoch besser.
Flammenrose, siehe Blätterrose.
Fledermaus, ein Wirbelschwärmer, ein veränderter Schwärmer.
Fliegendes Rad, fliegender Umläufer, siehe: Tafelrakete.
Fontäne, siehe Brander.
Front, Die Aufstellung größerer Feuerwerksstücke in einer der Breite nach durchlaufenden Reihe zum Zwecke gleichzeitigen Abrennens. Nur bei größeren Feuerwerken üblich.
Frosch, Eine starke Zündschnur wird in eine dünne lange Hülse geschoben. Diese wird im Zickzack gebrochen und mit Bindfaden gebunden. Die Zündschnur zerreißt die Hülse ruckweise unter Knall, wobei das kleine Feuerwerksstück von einer Stelle zur anderen geworfen wird.
Froschfaß, ein Frösche auswerfender Feuertopf (siehe oben).
Fundamentalsatz, siehe: grauer Satz und Salpeterschwefel.

 

Gänsefuß, Zusammenstellung dreier, gleichzeitig brennender Funkenfeuerhülsen oder römischer Lichter. Die mittlere Hülse wirft ihr Feuer senkrecht, die beiden seitlichen schräg unter 45°.
Garbenfeuer, siehe: Raketengarbe.
Garnitierung, Garnitur,gleichbedeutend mit Versetzung. Die Ausschmückung eines größeren Stückes mit kleinen Verziehrungen, eines Rades mit Lichtern u.s.w.
Garnwinde, ein Horizontal-Drehstück, mit einem Kreis von farbigen Lichtern in schiefer Ebene garniert, eigentümliche Schleifen beschreibend.
Gegenräder, siehe: Doppelräder.
Girandelfeuer, Girandole,siehe: Raketengarbe und Vulkan.
Gitterfeuer, die Anordnung von Funkenfeuerhülsen auf Lattengestellen, so daß beim Abbrennen gitterförmige geometrische Muster entstehen.
Gitterzaun, eine Reihe schräg auf Latten oder Bretter aufgebundener Funkenfeuerhülsen, deren Feuerstrahlen sich gegenseitig durchkreuzen.
Glorie, radial und regelmäßig in zwei oder mehr Abständen vom Kreismittelpunkt befestigte Funkenfeuerhülsen, die gleichzeitig abbrennen. Mehrreihige Sonne von 16 und mehr Hülsen.
Granate, eine mit Pulver gefüllte Bombe, ein Luftkanonenschlag.
Grauer Satz, ein Gemenge von 75 Teilen Salpeter, 25 Teilen Schwefel und 7 Teilen Kohle oder Mehlpulver. Oder: 93,46 Salpeterschwefel und 6,54 Mehlpulver. Als Grundlage für allerlei Satzgemenge dienend.
Guillochierung, siehe Doppelrad.


Halbpfündig,heißen Raketen von 16 mm Kaliber.
Hand, ein Fächer, aus 5 Brandern gebildet, wie der Gänsesfuß aus 3 solchen.
Hermesstab, Zwei Raketen, sparrenförmig gegeneinandergestellt, erhalten einen gemeinsamen Stab. Während diese Doppelrakete sich hebt, dreht sie sich und die Feuerstrahlen bilden zwei Schraubenlinien, die sich scheinbar kreuzen, daher der Name.
Hesperidensonne, ein Prachtstück einer Sonne, welche aus acht Brandern mit Brillantsätzen besteht, wobei alle zugleich gezündet werden.
Heuler, Luftheuler, Dünne Papp- oder Kunststoffhülse, in welche bis zu 30% der Länge ein spezieller Satz gepreßt wurde, so daß mit der darüberliegenden Luftsäule ein oszilierender Abbrand erzeugt wird.
Hohlgeschlagen, über den Dorn geladen; mit konischer Seele.
Hülse, die röhrenförmige Papierhülle der Feuerwerkssätze. Dünnwandig, aus wenigen Umwindungen bestehend; dickwandig, von 1/3 Kaliber Dicke.
Hut, die Verlängerung einer Raketenhülse zum Zwecke der Raumgewinnung für die Garnitur oder Versetzung.


Irdieden, große Sonnenräder bzw. bewegliche, mechanische Konstruktionen, welche mit Lanzen verziert werden und bewegte, geometrische Lichtmuster erzeugen. Sie sind hauptsächlich auf Malta zu finden. Das Hauptteil der mechanischen Irdieden ist die Universalverbindung (=Kardangelenk), die zuerst 1960 für das Fest von Santa Marija bei Mqabba von Joseph Ghigo eingeführt wurde. Die Universalverbindung wurde benutzt, um einen sechsseitigen Stern darzustellen, dessen Seiten synchron rotierten.
Irrwisch, ein Wasserfeuerwerksstück; Knierakete.

 

Kaliber, die innere Weite einer Feuerwerkshülse.
Kammer, Pulverkammer, Raum für den Ausstoß, prismatische oder cylindrische Vertiefung im Bodenstück der Mörser. Siehe auch: Hut.
Kandalaber, aus Funkenfeuerhülsen auf einem Lattengestell zusammengesetztes Feuerwerksstück, welches beim Abbrennen an die Form eines mehrarmigen Leuchters erinnert.
Kanonade, Eine beliebige Anzahl großer und kleiner Kanonenschläge werden mittelst einer Stopine verbunden. In Spanien, besonders Valencia, wird diese als Mascléta während den Fallas Feierlichkeiten täglich abgebrannt.
Kanonenschlag, Eine kleine Pappschachtel wird stark umschnürt und verleimt, mit Schießpulver gefüllt und mit Zünder versehen. Die Schachtel zerreißt unter starkem Knall.
Kappe,Spitzkappe, der kegelförmige Papieraufsatz einer Raketenhülse; Spitze des Hutes, der Raketenkammer.
Knallfeuer, Schläge, Kanonenschläge u.s.w.
Knallfrosch, siehe: Frosch.
Knierakete, ein Wasserfeuerwerksstück. An eine Funkenfeuerhülse wird im stumpfen Winkel eine gleich starke leere Hülse befestigt. Beim Abbrennen macht das Stück eigentümliche Bewegungen, taucht unter, erscheint wieder u.s.w.
Köder, gleichbedeutend mit Anfeuerung.
Königsraketen, ältere Bezeichnung der Raketen von 9 mm Kalieber.
Körner, kleine Leuchtkugeln, rund oder prismatisch, aus Leuchtkugelteig geformt oder geschnitten.
Körnerfontäne, Körnerwerfer,eine Hülse von großem Kaliber, mit einem Gemenge von Funkenfeuersatz und kleinen Leuchtkugeln oder Körnern geladen, welche als farbige Sterne ausgeworfen werden, während die Hülse abbrennt.
Kometenschwärmer,siehe: Veränderte Schwärmer.
Kreisläufer, ein horizontal drehendes Balkenrad mit Umläufern an beiden Enden, deren Feuer Radlinien beschreiben und sich im Kreise nachlaufen.
Krone, ähnlich der Tafelrakete ein aufsteigendes Feuerwerksstück, wobei mehrere Treibbrander so am Umfang eines Rades befestigt werden, so daß sich das Rad dreht und gleichzeitig nach oben aufsteigt.
 

Laden,heißt, eine Hülse mit Satz füllen, wobei der Satz mit Ladstock und Schlägel festgeschlagen wird.
Ladstock, der zylindrische Setzer aus Holz oder Metall, auf den beim Laden die Schläge erfolgen. Hohl oder massiv, je nachdem über den Dorn oder massiv geladen wird.
Lanzen, siehe Lichter.
Laufende Cascaden, Wasserfälle oder Springbrunnen, die sich während des Abbrennens um die senkrechte Achse drehen. Gleichbedeutend mit Drehbrunnen.
Lauffeuer,Schnurfeuer, an Drähten entlang schiessende Raketen, Räder etc.
Leitfeuer,Feuerleitungen, Zündschnur Verbindungen.
Leitröhren, dünnwandige, über die Zündschnüre geschobene Papierhülsen.
Leuchtbombe, mit Flammenfeuersatz überzogene Bombe.
Leuchtkugeln, cylindrische Körper, aus Flammenfeuersatzteig geformt, angefeuert und getrocknet; als Versatzstücke von Raketen, Bomben etc. dienend; Bestandteil der römischen Lichter; in der Luft als farbige Sterne verbrennend.
Leuchtkugelfaß, Feuerfaß, welches eine Anzahl Leuchtkugeln auswirft, nachdem der Zünder ausgebrannt ist.
Leuchtkugelstangen, siehe: römische Lichter.
Lichter oder Lanzen, Dünnwandige Papierhülsen von 6 bis 10 mm Kaliber und 100 bis 150 mm Länge werden mit Flammenfeuersatz gestopft und dienen zur Darstellung von geometrischen Figuren, von Namenszügen, Architekturen etc. in farbigem Feuer, sowie zur Verzierung von Feuerrädern, Gitterfeuern u. s. w.
Luftkanonenschlag, ein mit Zeitzünder versehener, aus einem Mörser in die Luft geschossener und dort platzender Kanonenschlag.
Luftwirbel, siehe: veränderte Schwärmer.
Lunte, brennbar gemachter Docht, brennendes Seil; zum Anzünden von Feuerwerksstücken und als Zündleitung dienend; farbig brennend auch zur Vorstellung von Namenszügen etc. Früher mehr als heute üblich.
Luntenfeuer,Dekoration aus farbig brennenden Lunten.

 

Makartstrauß, feststehendes Dekorationsstück aus Brandern etc. von reicher, straußartiger Wirkung.
Marquisen, ältere Bezeichnung für Raketen von 18 bis 20 mm Kaliber.
Mascléta, siehe: Kanonade.
Massiv geschlagen, voll geladen, nicht hohl, nicht über den Dorn, ohne Seele.
Mehlpulver, im Mörser gestossenes, im Lederbeutel zerschlagenes oder auf der Reibplatte zerriebenes und fein gesiebtes Sprengpulver.
Mehrfache Feuerräder, Feuerräder, hintereinander auf der selben Achse befestigt, gleichzeitig oder nacheinander abbrennend.
Melone, zusammengesetztes Feuerwerksstück aus 6 oder 8 Umläufern.
Mörser, kurzes, einseitig verschlossenes Rohr aus Pappe oder faserverstärktem Kunststoff. Dient zum Hochschießen der Feuerwerks-Bomben in die Höhe.
Mosaik, siehe: Gitterfeuer.

 

Normalsatz, allgemein üblicher Feuerwerkssatz; durch Beigaben abzuändernder allgemeiner Satz.


Palmbaum, größeres Feuerwerksstück aus Funkenfeuerhülsen, die auf einem Lattengestell derart befestigt sind, dass beim Abbrennen die Figur an eine Palme erinnert.
Parallelraketen, nebeneinander auf ein Raketengestell gehängte und gleichzeitig emporschießende Raketen.
Pastillen, siehe: Spiralrädchen.
Patronen, älterer Ausdruck für Hülsen.
Perlraketen, während des Aufsteigens Körner oder Leuchtkugeln nach unten auswerfende Raketen.
Pfauenschweif, fächerförmig aufgehängte und ebenso gleichzeitig aufsteigende Raketen.
Pfündig heißen Raketen von 25 mm Kaliber.
Pot-à-feu, Feuerfässer, Schwärmer- und Leuchtkugelfässer werden gelegentlich so bezeichnet.
Pulverisierfass, ein Fass, welches einer Mühle oder Maschine angehängt wird, im Inneren Eisenkugeln und die zu pulverisierenden Stoffe enthält und dieselben in kürzerer oder längerer Zeit mühelos zerkleinert.
Pyramide, ein größeres Feuerwerksstück. Ein pyramiden- oder kegelförmiges Gestell, welches durch Treibbrander um seine Achse gedreht wird, trägt auf schraubenförmig ansteigender Umwindung eine Anzahl farbig brennender Lichter und auf der Spitze eine Funkenfeuerhülse oder einen Körnerwerfer.
Pyrotechnik, Feuerwerkerei, Kunst-Feuerwerk.
Pyrotechnische Pausen, Wenn einzelne Feuerwerksstücke, z.B. Kanonenschläge in bestimmten Zeitabständen nacheinander abbrennen sollen, so muss das Leitfeuer entsprechend verlangsamt werden. Das kann geschehen, indem man wie Zeitzünder wirkende kleine Brander dazwischen einschaltet, die erst abbrennen müssen, bevor das Feuer weitergeleitet wird. Diese Unterbrechungen heissen pyrotechnische Pausen.
 

Quodlibet(lat.: wie es beliebt): Bezeichnung für eine Raketenversetzung, welche bunt gemischt ist.

Rakete, hohl über den Dorn oder massiv geschlagene und konisch ausgebohrte Funkenfeuerhülse, die, an einen Stab befestigt, vom ausströmenden Feuer in die Höhe geworfen wird, dort ausbrennt, mit einem Schlage zerplatzt oder Leuchtkugeln und andere Garnituren auswirft. - Die älteren Feuerwerker benannten auch die Brander als Raketen und die eigentlichen Raketen zum Unterschied hiervon als fliegende Raketen.
Raketenfächer, siehe: Pfauenschweif.
Raketengarbe, in umgekehrter Kegelform aufgehängte und aufsteigende Raketen, mit ihrem Feuer eine Art Köcher oder Garbe bildend.
Raketenstrauß, ähnlich der Raketengarbe, aber auch im Inneren mit Raketen verschiedener Art; die großen innen, die kleinen außen.
Regen, als Raketen- oder Bombenversetzung durch die Luft herunterfallendes Flammen- oder Funkenfeuer, erzielt durch farbige Körner, solche aus Funkenfeuersatz oder durch kleine kurze, nicht gewürgte Funkenfeuerhülsen.
Reihenfeuer, in Frontstellung gleichmäßig gereihte senkrechte Funkenfeuerhülsen, gleichzeitig abbrennend; oder ebensolche Körnerwerfer oder römische Lichter.
Römische Lichter, römische Kerzen,Leuchtkugelstangen, d. s. langgestreckte, an der Feuermündung nicht gewürgte Hülsen, abwechselnd geladen mit Funkenfeuersatz, mit Leuchtkugeln und dem zugehörigen Pulverausstoß. Nacheinander eine Anzahl farbiger Sterne in die Luft werfend.
Rollholz, siehe: Winder.
Rose, ein größeres Feuerwerksstück, gebildet aus 7 regelmäßig auf einem Lattengestell angeordneten Umläufern. Sechs derselben bilden die Ecken eines Sechsecks; ein weiterer nimmt die Mitte ein.
Rosettenfeuer, größeres Feuerwerksstück in regelmäßiger Anordnung, nach Art der Gitterfeuer auf einem Lattengestell zusammengesetzt aus Brandern, Umläufern, Spiralrädchen, Fixsternen, Lichtern etc.

 

Salonfeuerwerk, im Zimmer abbrennende Stücke kleinen Kalibers, thunlichst schwefelfrei;
Spiralrädchen, bengalische Flammen etc.
Salonflammen, siehe Theaterflammen.
Salpeter-Schwefel.75 Teile Salpeter und 25 Teile Schwefel werden zusammengeschmolzen und pulverisiert als Grundlage verschiedener Satzgemenge benützt.
Saucischen, siehe: Luftwirbel und veränderte Schwärmer.
Scheibenrad, Feuerrad in Scheibenform. Die Treibbrander werden auf einem Brettchen oder einer Pappscheibe befestigt.
Schlag, ein Knall, ein Schuss, hervorgebracht durch das die Hülse zerreißende Schießpulver. Endeffekt von Brandern, Raketen etc.
Schlagleisten, ähnlich dem Bienenschwarm. Auf ein Brett werden nebeneinander senkrechte Hülsen befestigt, welche Schwärmer und das nötige Ausstoßpulver enthalten. Eine davor liegende große Funkenfeuerhülse ist der Länge nach mit einer Reihe entsprechender Bohrlöcher versehen. Kurze Leitröhrchen verbinden die große Hülse mit den erstgenannten Hülsen. Während die Funkenfeuerhülse abbrennt, fliegen nacheinander die einzelnen Schwärmer in die Luft.
Schlagrakete, Rakete mit Schlag, mit Knall in der Luft zerplatzend.
Schlagscheibe, eine durchbohrte Holzscheibe, welche zwischen den Funkenfeuersatz und das Schießpulver eingeleimt ist, wenn große Hülsen mit Schlag zu versehen sind.
Schnürung, die Umwicklung der gewürgten Hülse mit Bindfaden; der Feuerwerkerknoten, welcher die Würgung verhindert, sich auszuweiten.
Schnurfeuer, Eine mit 2 Ösen versehene Raketenhülse wird an einer Schnur oder an einem gespannten Drahte derart eingehängt, dass sie angezündet mit großer Schnelligkeit jenen entlang läuft. Man kann die Schnurfeuer benützen, um entfernte Feuerwerksstücke in Brand zu setzen. Man kann sie verdoppeln, so dass eine Hülse den Hinweg, die andere den Rückweg übernimmt; beise Hülsen sind dann parallel nebeneinander befestigt mit auseinander gerichteten Mündungen. Stellt man die Hülsen übers Kreuz, so entsteht ein Schraubenfeuer mit verlangsamter Fortschreitung.
Schnurre, ein eigentümliches Funkenfeuer-Drehstück. Auf einem sich um die senkrechte Achse drehenden Gestell werden die Hülsen derart befestigt, dass ihre Achsen und die Achse des Gestells windschiefe Linien sind. Das Feuer bildet dann hyperboloidische Flächen. Auch Caprice genannt.
Schraubenraketen, Schlangenraketen.Bindet man die Raketenhülse nicht parallel zum Raketenstab, sondern etwas schief gestellt an diesem fest, so beschreibt das ausströmende Feuer eine langgezogene Schraubenlinie.
Schwärmer sind mit raschem Funkenfeuersatz geladene dickwandige Hülsen, die eine kurze Brenndauer haben und mit einem Knall zerplatzen.
Schwärmerfass, ein Feuerfass, dessen Mörser aus Papier oder Pappe eine Anzahl Schwärmer gleichzeitig in die Luft wirft, wenn der Zünder abgebrannt ist. Als letzterer dient gewöhnlich ein römisches Licht.
Schwärmermasse, eine Menge kleiner Schwärmer, zur Versetzung von Raketen oder Bomben dienend.
Seele, der konische Hohlraum einer Rakete, durch Schlagen über den Dorn oder durch Ausbohren einer massiv geladenen Hülse erzielt.
Seeschlange, ein Wasserfeuerwerksstück. Eine Schlagrakete mit Stab wird auf ein leichtes Schiffchen befestigt, mit dem sie angezündet über das Wasser dahinsaust.
Serpentose, ähnlich dem Regen. Kleine Schwärmerhülsen werden ungewürgt mit faulem Funkenfeuersatz geladen, am vordern Ende angefeuert, am hinteren Ende mit einer Leuchtkugel geschlossen. Als Versetzung von Raketen und Bomben dienend, mit Schlangenbewegung durch die Luft fallend und mit farbigem Stern erlöschend.
Sternschlangen siehe Serpentose
Setzer, siehe: Ladstock.
Sonne, radial in gleichem Abstand unter sich und vom Kreismittelpunkt auf einer Scheibe befestigte Funkenfeuerhülsen, beim Abbrennen eine Sonne von 6, 8, 12 und mehr Strahlen darstellend.
Spiralrädchen, kleines Feuerrädchen. Eine lange, dünne Hülse wird mit raschem Funkenfeuersatz gestopft, spiralförmig aufgerollt und auf eine Pappscheibe geleimt.
Springbrunnen, feststehende Funkenfeuerdekoration aus Brandern oder Körnerwerfern; die Wirkung eines Springbrunnens ungefähr im Feuer nachahmend.
Stabläufer, drehendes Feuerwerksstück, auch Umläufer genannt.
Steigfeuer, Feuerwerksstücke, die durch das ausströmende Feuer in die Luft gehoben werden, also Raketen und Tafelraketen.
Sterne, siehe: Leuchtkugeln und Körner.
Sternenfass, siehe: Leuchtkugelfass.
Sternschlangen, siehe: Serpentosen.
Stillfeuer, am Platze verbrennende, sich nicht bewegende Feuerwerksstücke.
Stock, der Holz- oder Metallcylinder, in welchen die Hülsen während des Ladens gesteckt werden.
Stoppinen, Zündfäden, Zündschnüre.
Straußfeuer, Feuerwerksstücke, die beim Abbrennen an einen Blumenstrauß erinnern.

 

Tafelfeuerwerk, siehe: Salonfeuerwerk.
Tafelräder, Tafelraketen,Mittelding zwischen Raketen und Feuerrädern. In eine hölzerne Nabe sind 2, 4 oder mehr beiderseits geschlossene, mit raschem Funkenfeuersatz geladene Hülsen als Speichen eingeleimt. Die Hülsen sind an den Enden seitlich durchbohrt, so dass das ausströmende Feuer eine Drehbewegung hervorruft. Weitere Durchbohrungen nach unten ergeben das Feuer, welches das Stück in die Luft hebt, nachdem es sich zunächst auf einem Tisch oder Tafel befestigten Stift gedreht hat.
Tannenbaum, wie der Palmbaum, mit entsprechender änderung.
Taucher, ein Wasserfeuerwerksstück. Ein Brander, abwechselnd mit Funkenfeuersatz und Mehlpulver geladen, wird unten mit einem Gewicht beschwert, oben mit einem hohlen, umgekehrten Kegel umhüllt, so dass die Grundfläche des letzteren bündig im Wasser schwimmt. Die Kraft des Mehlpulvers taucht das Stück momentan unter, wobei es nicht erlischt.
Telegraph, siehe: Schnurfeuer.
Tellerrad, Verbindung oder Vereinigung eines horizontalen Rades mit senkrechten Scheibenrädern. Auf einem runden Tisch ist eine Nabe mit 2 horizontalen entgegengesetzten Speichen auf Rollen beweglich. Außerhalb des Tisches sind an den Enden Scheibenräder beweglich befestigt, deren Feuer nach derselben Richtung drehen. Haben sich erst die Räder in Bewegung gesetzt, so kommt auch das Ganze in Bewegung.
Theaterflammen, Theaterfeuer,bengalische Flammen für Innenräume. Da der Schwefeldampf vermieden werden soll, so dient den Sätzen Schellack als Brenner.
Einfache Theaterflammensätze sind:
Rotfeuer:5 salpetersaures Strontium (= Strontiumnitrat), 1 Schellackpulver.
Grünfeuer:5 salpetersaurer Baryt (= Bariumnitrat), 1 Schellackpulver.
Gelbfeuer:5 salpetersaures Natrium (= Natriumnitrat), 1 Schellackpulver.
Die Mischungen werden am besten zusammengeschmolzen und nochmals pulverisiert. (Diese extrem gefährliche Prozedur wird heutzutage aus Sicherheitsgründen nicht mehr angewand! A.d.R.)
Tortillement,siehe: Umläufer.
Tourbillon, Tischraketesiehe: Tafelrakete.
Treibbrander, Funkenfeuerhülsen mit raschen Sätzen, die Räder u.s.w. treiben.
Treibfeuer, dasselbe.

 

Veränderte Schwärmer, Zu Versetzungen dienend kann der Schwärmer auf vielerlei Arten abgeändert werden, wonach er dann in der Luft verschiedenartige Bewegungen macht und von verschiedener Wirkung ist. Wie ein kleiner Umläufer behandelt, bildet er ein fallendes Drehfeuer. Liegt das eine Seitenloch in einer Ebene, die mit derjenigen des anderen einen Winkel bildet, so macht der Schwärmer eine Zwirbelbewegung. Bohrt man ihn nur an einem Ende seitlich an, so erzeugt er ebenfalls wieder ein anderes Drehfeuer. Diese verschiedenen Wirbelschwärmer heißen Luftwirbel, Fledermäuse, Saucischen etc. Lässt man den Schwärmer auf gewöhnliche Art an beiden Enden brennen, so bildet er einen Doppelstrahl, der sich in der Luft eigentümlich wendet. Brennt das Ende mit Funkenfeuer, das andere mit Flammenfeuer, so erhält man einen Kometenschwärmer etc.
Versetzung, die Garnitur von Raketen, Bomben etc. Raketen werden z.B. mit Leuchtkugeln versetzt, d.h. sie werfen zum Schluss farbige Sterne aus. Feuerfässer werden mit Schwärmern, Leuchtkugeln oder Fröschen versetzt u.s.w.
Verzugsstücke, ähnlich wie pyrotechnische Pausen, kleine Unterbrechungsstücke zwischen größeren Stücken.
Vierflügel, ein verdoppeltes, also ein Kreuz bildendes Balkenrad.
Vulkan, großes Schlusseffektstück verschiedener Ausstattung. In concentrischen Halbkreisen werden Brander, Körnerwerfer, Feuertöpfe etc. aufgestellt. In die Mitte kommt eine Raketengarbe. Erst brennen die Brander und Körnerwerfer, dann werfen die Feuertöpfe ihre Versetzungen aus und von Kanonenschlägen begleitet steigt zum Schluss die Raketengarbe.

 

Warnfackel, Signalwarnfackel, langbrennende rote bengalische Flamme; wird als Not- oder Rettungssignal verwendet.
Wasserfall, stehende Funkenfeuerdekoration aus Brandern; die Erscheinung eines Wasserfalls ungefähr im Feuer nachahmend.
Wasserkurier, ein Wasserfeuerwerksstück. Eine Funkenfeuerhülse wird mit einem Doppelkegel aus Pappe umgeben, so dass sie horizontal über Wasser schwimmt. Angezündet läuft sie auf dem Wasser fort.
Wasserräder, Wasserwirbel, Wasserfeuerwerksstücke. Auf einer schwimmenden, kreisrunden Holzscheibe wird ein Feuerrad oder ein Umläufer angeordnet. Schwimmende Horizontalräder.
Wasserrakete, siehe: Seeschlange.
Wechsel, Der Wechsel des Feuers bei einem Feuerwerksstück. Uebergang von Funken- zu Flammenfeuer; übergang einer Drehung in die entgegengesetzte etc. Brennen z. B. auf einer Achse 4 verschiedene Feuerräder nacheinander ab, so hat das Stück 3 Wechsel.
Winder, der cylindrische Holz- oder Messingstab, der zum Aufrollen des Papiers bei Herstellung der Hülsen dient. Mit oder ohne Griff.
Windmühlenflügel, siehe: Vierflügel.
Wirbelrad, Balkenrad mit Umläufern auf beiden Armen.
Würgung, Wenn das Feuer einer Hülse einen Strahl ergeben soll, so muss die Mündung eingeengt werden. Zu diesem Zwecke wird die Hülse nahe dem Ende gewürgt, was auf verschiedene Art geschehen kann, mit der Würgschnur, der Würgzange oder besonderen Maschinen. Auch der Verschluss der Hülsen am hintern Ende kann durch Zuwürgen erfolgen.
Wurffeuer, Feuerwerksstücke, die in die Luft geschleudert werden, also Bomben und Granaten u.s.w.

 

Zaun,, siehe: Reihenfeuer.
Zehrung, der massive Teil der Ladung einer Rakete. Das Feuer des Hohlraumes wirft die Rakete mit zunehmender Schnelligkeit in die Luft, ist aber rasch ausgebrannt. Die lebendige Kraft trägt die Rakete noch ein Stück weiter; das Funkenfeuer der Zehrung soll anhalten, bis diese Bewegung aufhört und die Rakete umkippt. Die Länge der Zehrung ist nach dem Kaliber verschieden.
Zeitzünder, Funkenfeuerhülse von bestimmter Brenndauer, dazu dienend, ein Feuerwerksstück im richtigen Moment zu entzünden. So werden z.B. Bomben mit Zeitzünder versehen, der, ausgebrannt, das Platzen derselben herbeiführt.
Zierraketen, ältere Bezeichnung für Raketen von 14 bis 16 mm Kaliber.
Zündlichter, dünne, lange Flammenfeuerhülsen, langsam brennend, dem Wind widerstehend, zum Anzünden der Feuerwerksstücke dienend. Eine brennende Cigarre ersetzt sie, wenn der Feuerwerksplatz nicht gar zu dunkel ist.
Zündpapier, mit Anfeuerung bestrichenes Papier, verschieden verwendet, z.B. um die Raketen eines Garbenfeuers gleichzeitig zu entzünden.
Zündschnüre, Feuerleitungen, Leitfeuer, zum übertragen des Feuers von einer Stelle zur anderen. Dochte aus mehrfachen Baumwollfäden werden in einem Brei von Schießpulver und Gummiwasser geknetet und zum Trocknen aufgehängt oder auf Rahmen gespannt.
Zündschnurhülsen, dünne, lange Papierhülsen, welche über die Zündschnüre geschoben werden. Frei brennend pflanzen die Zündschnüre das Feuer nur langsam und unsicher fort. In Hülsen schlägt das Feuer momentan von einem Ende zum anderen.
Zündschwämme, in die Anfeuerung geklebte Zunderstücke zum Anzünden von Handschwärmern, Fröschen etc.
Zwillingsrakete, siehe Doppelrakete.
Zwittersatz, siehe Doppelsatz.
 



Quelle:"Die Feuerwerkerei als Liebhaberkunst" von Franz Sales Meyer (erschi
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